«

»

Apr 01

Spielbericht SV Deggenhausertal II

Spielbericht RSV Hagnau : SV Deggenhausertal  II 1:5 (0:5)

Horror vor der Halbzeit: Vier Buden in acht Minuten!

Zum ersten Pflichtspiel nach der Winterpause gastierte mit der Reserve des SV Deggenhausertal der Tabellenzweite im Bergle-Stadion. Nach einer durchwachsenen Hinrunde und einer äußerst bescheidenen Vorbereitung ging der RSV demzufolge als klarer Außenseiter in die Partie. Die trotz mieser Trainingsbeteiligung erzielten Testspielergebnisse waren jedoch ein Mutmacher. Zudem bezwang man auch den Tabellenführer aus Beuren vor heimischer Kulisse.

Bereits in den Anfangsminuten wurde deutlich, dass beide Teams noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwacht waren. Lange Bälle und viele Querschläger zerstörten jeglichen Spielfluss, nicht nur auf Seiten der Hagnauer. Dennoch wurde schnell klar, dass die Gäste über die bessere Spielanlage verfügten und das Spielgeschehen verlagerte sich mehr und mehr in Richtung RSV-Gehäuse. Nach einem unzureichend geklärten Eckball landete die Kugel etwas glücklich vor den Füßen eines gegnerischen Angreifers, der aus kurzer Distanz zur Gästeführung vollendete (16.). Dieses Gegentor löste die beste Phase im Spiel der Gastgeber aus. Der RSV erspielte sich eine Reihe von Standardsituationen und zeigte, dass man auch gegen Teams der oberen Tabellenregion zu eigenen Torchancen kommen kann. Leider konnte diesmal kein Kapital daraus geschlagen werden, weil an diesem Tag eben auch das berühmte Quäntchen Glück fehlte.

Zehn Minuten vor der Pause nahm das Unheil dann seinen Lauf. Ein eigentlich harmloser Freistoß auf Höhe der Mittellinie fand den Weg ins Hagnauer Tor (36.). Das war der psychologische Knock-Out, von dem sich der RSV nicht mehr erholen konnte. Jegliche defensive Grundordnung und auch große Teile des Teamgeists gingen verloren. Die Mannschaft glaubte nicht mehr an eine Wende und ergab sich ihrem Schicksal. Demzufolge war der Pausenstand von 0:5 nach drei weiteren Einschlägen (40.; 43.; 44.) leider kein Zufall, sondern das logische Ergebnis eines kollektiven Zusammenbruchs.

Nach der Pause zeigte sich der Gegner zum Glück gnädig und schaltete einen Gang zurück. Deswegen und auch aufgrund einer verbesserten Defensivleistung konnte der RSV eine höhere Klatsche vermeiden. Einer der wenigen eigenen Angriffe brachte sogar noch den Ehrentreffer (82.). Der erlösende Schlusspfiff des Unparteiischen dürfte nicht nur für Spieler und Trainer, sondern auch für die nicht gerade erfolgsverwöhnten Heimfans ein Highlight des Tages gewesen sein.

Diese Niederlage hat natürlich sämtliche Rückrundeneuphorie im Keim erstickt und ist eigentlich nur die Quittung für die verkorkste Vorbereitung. Es gilt nun, gemeinsam im Training wieder die Spielfreude und den Mannschaftszusammenhalt zu fördern. Nur als Team kann man im Fußball erfolgreich sein. Tritt man in den kommenden Wochen nicht als Kollektiv auf und legt im Training nicht die Basis für den Erfolg, dann dürfte es ein ganz langer Weg zum angestrebten Klassenerhalt werden. Abschließend geht noch ein Dank an alle im Bergle-Stadion erschienenen RSV-Anhänger.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>