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Sep 30

Spielbericht Ittendorf-Ahausen

Spielbericht Spfr. Ittendorf-Ahausen : RSV Hagnau 1:2 (1:0)

Veni vidi vici à la RSV: Anreisen, gewinnen, rausschleichen!

Nach zwei umkämpften Heimsiegen und zwei deftigen Auswärtspleiten erwartete den RSV das erste Derby der Saison. Gegen den Lokalrivalen aus Ittendorf wollten die Hagnauer endlich die ersten Zähler auf fremdem Terrain einspielen um sich dann endgültig im Tabellenmittelfeld zu etablieren. Leider verschärfte sich die Personalnot im Abschlusstraining noch weiter und man lief erneut mit einer derzeit fast schon obligatorischen Rumpftruppe auf.

Auf schwerem und holprigem Geläuf wurde bereits in der Anfangsphase deutlich, dass die Gäste heute keine fanatischen Verfechter des Kurzpassspiels sein würden. Man agierte quasi ausschließlich mit langen Bällen und wollte dadurch den Gegner möglichst weit vom eigenen Tor fernhalten. Im Fachjargon würde man zwar von einer zumindest für Taktikfanatiker interessanten Partie sprechen, in Wahrheit sahen die Zuschauer aber über ganz weite Strecken ein unterirdisches Fußballspiel.

Dann aber sorgte die gefühlt erste echte Torraumszene für einen großen Tumult. Eine unterlaufene Flanke landete dank eines üblen Querschlägers eines RSV-Verteidigers zumindest auf aber nicht hinter der Torlinie. Leider gab der Unparteiische den Treffer und die Hagnauer gerieten äußerst zweifelhaft in Rückstand (21.). Größere Highlights waren danach bis zum Pausenpfiff erneut Fehlanzeige, lediglich der etwas überfordert wirkende Schiedsrichter stellte seine Vorliebe für gelbe Karten und Kartons unter Beweis.

Obwohl die Gäste ihr Ein-Mann-Wechselkontigent in Form des Vorstands bereits vor dem Seitenwechsel erschöpft hatten, witterten die Hagnauer im zweiten Durchgang ihre Chance, da auch der Gegner an diesem Tag ganz weit unter den eigentlichen Möglichkeiten aufspielte. Defensiv ließ der RSV insgesamt sehr wenig zu, leider fehlte in der Offensive der vielzitierte Punch. Nicht nur sämtliche Beobachter sondern insgeheim wohl auch einige Protagonisten fragten sich, wie die Gäste in diesem Spiel ein Tor erzielten sollten. Glücklicherweise nahm der angeblich unter Beobachtung stehende Referee auch bei dieser Schlüsselfrage eine tragende Rolle ein.

Ein vermeintlicher Tritt an T. Nusser im gegnerischen Strafraum wurde als Tätlichkeit gewertet und dementsprechend mit einer roten Karte geahndet. RSV-Elfmeterveteran M. Schadow verwandelte den fälligen Strafstoß souverän und egalisierte den knappen Rückstand (79.). Der überraschende Ausgleich zeigte offenbar große Wirkung bei den Ittendorfern und bereits die nächste Standardsituation brachte einen weiteren Torschützen auf die Anzeigetafel. Stürmerurgestein C. Lange stand nach schönem Freistoß von M. Ladan goldrichtig und erzielte die kaum für möglich gehaltene RSV-Führung (81.). Von diesem Doppelschlag konnten sich die teils auch sehr harmlosen Gastgeber nicht mehr erholen. Stattdessen verloren sie kurz vor Abpfiff noch einen weiteren Akteur aufgrund einer unnötigen Ampelkarte.

Somit gewinnt der RSV mit einem ziemlich dreckigen Arbeitssieg das Derby in Ittendorf und fährt damit sechs Punkte aus den letzten zwei Partien ein. Auch wenn der Erfolg sicher glücklich und vielleicht auch ein bisschen dem Spielleiter zu verdanken war, hat man sich vorübergehend deutlich vom Tabellenschlusslicht aus Meersburg abgesetzt. Mit der derzeitigen Einstellung muss man sich vor keinem der kommenden Gegner verstecken. Abschließend geht noch ein großes Dankeschön an die zahlreich in Ittendorf erschienenen RSV-Fans, die in diesem Derby besonders stimmgewaltig und unterstützend agiert haben.

 

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